Völkerverständigung - Farbe ist Leben

2012

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MalenInDerMalwerkstatt Monotypien










Während des ganzen Jahres fand sich weiterhin 1-mal monatlich (Sa) die Malwerkstatt der Regenbogenwerkstatt zusammen für Kinder und Erwachsene unter der Leitung von Gisela Paul im Werkraum des Jugendheims der Martin-Luther-Gemeinde Dorsten. Am 06.06.12 wurde dazu eine Ausstellung an der Galeriewand des Gemeindesaals unter dem Titel “Farbe ist Leben“ eröffnet. Wunderschöne Monotypien, sechsfach übereinander gehängt, vermittelten einen Eindruck von der Macht der Farben.



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dm-Markt-Wettbewerb:Kassierstde u.Preisgeldurkunde Im Rahmen des Wettbewerbs „Ideen Initiative Zukunft“ des dm-Drogerie-Marktes und der UNESCO hatten wir nach 2011 erneut die Gelegenheit, vom 25.02. - 29.02.12 Poster und Plakate über die Aktivitäten der Regenbogen- werkstatt seit 2005 auszustellen. (A. Sp. war Ansprechpartnerin. Im Jahr 2011 hatten wir bei einer entsprechenden Aktion in 2 Runden als Regionalsieger schließlich das Preisgeld von 1000 € gewonnen.) Am 29.02. von 16 h – 16:30 h fand dann dieses Jahr eine halbe „Kassierstunde“ zugunsten des Vereins statt. Als Erlös wurden uns aufgerundet 1300 € überwiesen, die wir dann vor allem für unser Bethlehem-Projekt „Tent of Nations“ verwandten.


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Bodenbild Biberach Vom 06. - 12. Mai 2012 haben zwei Vereinsmitglieder (G. u. H. Paul) ein Malprojekt auf dem Gelände der ev. Diakonie in Biberach a d. R. (südwestlich von Ulm) mit 46 Langzeitarbeitslosen aus 10 Ländern durchgeführt. Das Thema: „Herz und Hand verändern das Land“. U. a. ein ca. 25 m langes u. 4 m breites Gemälde auf dem Asphaltboden des Geländes zeigt ein großes zerbrochenes Herz, welches die TeilnehmerInnen versuchen (durch ihre Haltung ausgedrückt) zusammenzufügen. Dazu haben sich alle in der entsprechenden Haltung auf den Asphaltboden gelegt. Inzwischen heißt es in Biberach bei der Ortsbeschreibung: „Das ist da, wo die vielen bunten Figuren auf dem Boden liegen“.


Zentrum Bodenbild Biberach Malen am Bodenbild Biberach



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Malen auf dem Weinberg Tent of Nations

a) Der zentrale Gegenstand der Aktivitäten und Themen des Jahres war das Friedensprojekt „Tent of Nations" bei Bethlehem (Westjordanland/ Palästina): Wir organisierten eine Reise mit 11 Personen (14-73 Jahre) vom 07. - 16. Juli zum Ort dieses Projektes, dem sog. „Weinberg“ bei Bethlehem, um das Feriencamp für palästinensische Kinder und Jugendliche durch Mitarbeit zu unterstützen.Dabei leiteten unsere Reiseteilnehmer kleinere Gruppen oder halfen, zusammen mit jungen internationalen Helfern,kleinere und größere Malereien auf Steinen und Bodenaußenflächen zu schaffen (z. B. Friedenssymbole u. a. m. und Herzmotive, z. B. das „Zerbrochene Herz“).Ferner konnten sich die 55 Kinder des Feriencamps panoramaartig in bunter Reihe an die Wand der unterirdischen Höhlenkapelle malen (mit Hilfe eines Beamers).

Malen an der Trennmauer in Bethlehem 2011 Ähnlich war es im Sommer 2011 geschehen, damals auch an der Trennmauer in Bethlehem. Dieses Jahr gelang es aus verschiedenen Gründen nicht, an der Mauer zu malen oder - wie geplant - auf dem „Krippenplatz“ in Bethlehem. War es vielleicht politisch zu heikel?

(Das „Sahnehäubchen“ des ohnehin farbigen Jahres war die Entdeckung, dass wir in dem sehr guten Buch über die Trennmauer „Facing the Wall“ (Verlag Buchhandlung Walter König, einer der Autoren des Buches heißt Gert Wolf) auf Seite 148 vertreten sind, und zwar mit unseren großen Sonnenblumen mit den beiden Profilen darin von 2010 an der Trennmauer. Die Aufnahmen wurden zwischen 2006 - Anfang 2011 gemacht, da waren unsere Herzmotive noch nicht gemalt. - Das größte zerbrochene Herz befindet sich allerdings in Deutschland auf dem Hof der Diakoniestation in Biberach in der Nähe Ulms; dort hat G. Paul mit ca. 40 Langzeitarbeitslosen aus 10 Ländern 5 Tage lang im Mai gemalt.)

Insgesamt haben dieses Jahr Freunde oder Mitglieder unserer Regenbogenwerkstatt mit weit über 100 (zumeist jungen) Menschen gemalt zum Thema Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung.


Höhlenkapelle Tent of Nations

(b) Auf den Boden der Höhlenkapelle auf dem „Weinberg“ von Tentof Nations malten wir mit einigen Kindern nach Vorlage das berühmte Bild „Christus zerbricht das Gewehr“, ein Holzschnitt von Otto Pankok(1893-1966), den dieser als Antwort auf die Wiederbewaffnung der BRD 1953 geschaffen hat.

Wandbild in St.Christophorus Ladbergen Dieses Bild hatte auch schon im Februar 2012 als Vorlage für ein großes Wandbild gedient, gemalt mit 16 Firmlingen und ihren Begleitern in St. Christophorus in Ladbergen. Die Jugendlichen und ihre Leiter waren von der Aktion und dem Thema so angetan, dass sie nun Ostern 2013 eine Reise nach Israel und Palästina planen, um das Friedensprojekt „Tent of Nations“ bei Bethlehem kennen zu lernen.

U. a. diese Art der Unterstützung braucht das Projekt dringend: Der Leiter Daoud Nassar und seine Familie kämpfen seit Jahren gegen die physischen und juristischen Schikanen der israelischen Besatzung. Da ist weltweite Bekanntheit ganz wichtig!

Kreuzmandala der Malwerkstatt (s. o.) Dieses Bild stellte schließlich auch den Mittelpunkt eines großen Kreuz-Mandalas dar, das G. Paul mit TeilnehmerInnen der Malwerkstatt der Regenbogenwerkstatt in der Martin-Luther–Gemeinde im Herbst gestaltet hat.
Jedes Mal haben sich um dieses international bekannte Motiv von Pankok junge Menschen bildnerisch „in Stellung gebracht“; G. Paul war ganz wichtig: Wie stehe ich zu der Aussage des Motivs „Christus zerbricht das Gewehr“; beim Mandala haben sich die zumeist sehr jungen Menschen auf Partytellern farblich geäußert bis „porträtiert“, so dass das ganze Mandala den Titel trägt: „Wir kreisen um Christus.“

Im Rahmen eines Malvormittags des Malclubs im Pankok-Museum in Hünxe wurde dies Kreuzmandala auch der Tochter O. Pankoks per Foto vorgestellt.-


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Plakat zur Ausstellung Schon während der Reise entwickelte sich in der Reisegruppe die Idee, die vielen besonderen Eindrücke in einer Ausstellung festzuhalten. Sie sollte insbesondere den Ort und das Wirken von Tent of Nations darstellen. Also wählten wir das Thema:"Wir weigern uns Feinde zu sein – Herz und Hand verändern das Land". (Ersterer Teil ist das generelle Motto von Tent of Nations, dokumentiert am Eingang des „Weinbergs“ auf einem großen Naturstein in verschiedenen Sprachen; letzteres war das Thema des Sommerferiencamps von Tent of Nations auf dem „Weinberg“, s. Nr (2)). Zur existentiellen Wichtigkeit solcher Ausstellung, um durch Werbung das internationale Netzwerk für das Friedenszentrum zu vergrößern, s. a. unter Punkt (2) b). Fast alle TeilnehmerInnen der Reisegruppe gingen mit großem Elan (im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten) nach der Reise an die Arbeit, insbesondere Anne, Thomas und Janina. Zusätzlich entwickelten wir noch Einladungs- und Begleitflyer sowie eine DVD. Für einen Teil der Ausgaben fanden sich bald Spender, die von der Sache begeistert waren.
Die erste Ausstellungseröffnung fand in Ladbergen am 06.10.12 statt im Beisein des Leiters von Tent of Nations Daoud Nassar. Er konnte sein Projekt auch mit Vortrag und Diskussion beim Frauen- und Männerfrühstück in Ladbergen vorstellen. Ferner unterstützten Spenden und Kalenderverkauf (vgl. Punkt (4)) Herrn Nassar auch finanziell. Die nächste Ausstellungseröffnung konnten wir am 02.12.12 im Gemeindesaal der M.-Luther-Gemeinde Dorsten vornehmen. Vier weitere Städte oder Gemeinden haben unsere Ausstellung bisher ebenfalls angefordert. Die nächsten Stationen sind Recklinghausen (Gastkirche), Lienen (Ev. Kirche), Münster, Herne.



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Titelblatt Kalender 2013 Zur Werbung und finanziellen Unterstützung des Friedensprojektes entwickelten Anne und Thomas aus den Fotos der Ausstellung auch einen Kalender für 2013 sowie Doppelkarten aus den Herz-Motiven von Gisela (die auf dem Weinberg u. 2011 auch an der Mauer verwendet wurden).








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Arbeit in Sambia 2005 Auch dieses Jahr konnten wir wieder einige Personen in Sambia unterstützen durch zweckgebundene Spendeneingänge. Gedacht sind diese Geldbeträge vor allem zur Ausbildungsförderung jüngerer Menschen; wieweit sie aber auch zum reinen Überleben gebraucht werden, darauf haben wir im Einzelnen natürlich keinen Einfluss.